Woher die Zahl kommt
Für Kühlgeräte nennt das EU-Energielabel (Verordnung 1060/2010) einen Jahresverbrauch in kWh, gemessen im Dauerbetrieb unter genormten Bedingungen. Weil der Kühlschrank ohnehin das ganze Jahr läuft, brauchen wir keine Stunden: Wir nehmen den Jahreswert, teilen ihn für den Tag durch 365 und multiplizieren mit dem Arbeitspreis. Der Kompressor taktet dabei selbstständig – das steckt schon im Labelwert.
Die Werte stammen aus dem EPREL-Register der EU. Die automatisch erzeugten PDF-Datenblätter älterer Kühlgeräte zeigen dort derzeit ein falsches Formular, deshalb verlinken wir die Produktseite.
Rechenbeispiel: Bosch KGN39VLEA
Die 366-Liter-Kombi mit A++ verbraucht laut EPREL 273 kWh im Jahr. 273 kWh × 0,3618 €/kWh = 98,77 € pro Jahr, das sind 27,06 Cent pro Tag oder 8,12 € in 30 Tagen.
Das baugleich große Modell KGN39MIDP mit A+++ braucht nur 182 kWh, also 65,85 € im Jahr. Der Unterschied von 91 kWh macht 32,92 € jährlich aus – bei einem Gerät, das gut zehn Jahre läuft, eine spürbare Summe. Der kleine Tischkühlschrank KTL15NW3A mit 120 Litern kommt auf 142 kWh und 51,38 €.
Was den Verbrauch erhöht
Der Labelwert gilt für Normbedingungen. Steht das Gerät neben Herd oder Heizung, in der prallen Sonne oder ist die Dichtung porös, steigt der Verbrauch. Auch zu kalte Einstellungen kosten: 7 °C im Kühlteil und −18 °C im Gefrierfach reichen. Ein vereistes Gefrierfach isoliert und zwingt den Kompressor zu längeren Laufzeiten.
Spartipps: Regelmäßig abtauen, Tür nicht lange offen stehen lassen, warme Speisen erst abkühlen lassen und Lüftungsschlitze frei halten.
Häufige Fragen
Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank am Tag?
Beim Bosch KGN39VLEA im Schnitt 0,748 kWh (273 kWh ÷ 365), das kostet rund 27 Cent pro Tag.
Lohnt sich ein neuer Kühlschrank?
Vergleiche den Jahresverbrauch auf dem Label deines alten Geräts mit dem neuen und trag beide als eigenen Wert ein – der Bon zeigt dir die Differenz pro Jahr.
Wo finde ich den Verbrauch meines Kühlschranks?
Auf dem Energielabel als kWh/annum oder über den QR-Code auf dem Label in der EPREL-Datenbank. Diesen Wert trägst du unter „Eigener Wert" ein.