Wie gerechnet wird
Luftentfeuchter haben kein EU-Energielabel. Wir nehmen die Leistungsaufnahme, die der Hersteller bei einem bestimmten Klima angibt, und rechnen Watt ÷ 1.000 × Einschaltdauer × Stunden × Arbeitspreis. Die Einschaltdauer steht auf 100 %: So viel zieht das Gerät, solange der Kompressor läuft. Erreicht der Raum die eingestellte Luftfeuchte, schaltet der Hygrostat ab – dann stellst du den Regler entsprechend niedriger.
Eine offizielle Annahme zur Laufzeit gibt es nicht, deshalb tragen wir keine Stunden für dich ein. Der Bon zeigt zuerst die Kosten pro Stunde.
Rechenbeispiel: MeacoDry Arete One 20L
Meaco gibt 216 W bei 20 °C und 60 % relativer Feuchte an. Pro Stunde: 0,216 kWh × 0,3618 €/kWh = 7,81 Cent. Läuft er nach einem Wasserschaden oder im feuchten Keller acht Stunden täglich, sind das in 30 Tagen 51,84 kWh und 18,76 €.
Schaltet der Hygrostat ihn nur 60 % der Zeit ein, sinkt der Betrag auf 11,25 €. Das kleinere Modell MeacoDry ABC 12L nimmt 165 W auf und kostet 5,97 Cent pro Stunde.
Was die Kosten treibt
Die Leistungsaufnahme hängt vom Raumklima ab: In warmer, feuchter Luft arbeitet ein Kompressorgerät effizienter, in kühlen Kellern sinkt die Entfeuchtungsleistung. Wichtiger als das Gerät ist oft die Ursache der Feuchte – wer richtig lüftet und Wäsche nicht im Wohnraum trocknet, braucht den Entfeuchter seltener.
Spartipps: Zielfeuchte auf 50 bis 60 % stellen statt Dauerbetrieb, Fenster und Türen schließen, solange er läuft, und den Filter sauber halten.
Häufige Fragen
Wie viel Strom verbraucht ein Luftentfeuchter am Tag?
Bei 216 W und zwölf Stunden Dauerbetrieb 2,592 kWh, also rund 94 Cent bei 0,3618 €/kWh. Mit Hygrostat meist weniger.
Ist ein Luftentfeuchter günstiger als Heizen gegen Schimmel?
Ein Luftentfeuchter zieht mit gut 200 W nur einen Bruchteil eines 3.000-W-Heizlüfters. Er ersetzt aber nicht das Lüften und Heizen in kalten Räumen.
Kann ich damit Wäsche trocknen?
Ja, viele Geräte haben einen Wäschemodus. Die Kosten rechnest du hier mit den Stunden, die das Trocknen dauert.